(Wien, 20.01.2026) – Die Ergebnisse der jüngsten Umfrage (01.12. bis 15.12.2025) zum „Regionalen Strukturplan Gesundheit“ zeichnen ein erfreuliches Bild hinsichtlich der Verfügbarkeit von Zahnärzt:innen. Demnach erhalten Patient:innen mit akuten Schmerzen in 138 (von 162) Ordinationen am Tag der Anfrage oder spätestens am Folgetag und in 160 (von 162) Ordinationen innerhalb einer Woche einen Behandlungstermin. Bei bestehenden Patient:innen ohne akute Schmerzen beträgt die Wartezeit auf einen Termin maximal zwei Wochen (in 134 von 162 Ordinationen); neue Patient:innen dürfen ebenfalls innerhalb von zwei Wochen mit einem Termin rechnen (112 von 162 Ordinationen). 50 von 162 Zahnärzt:innen mit Kassenvertrag nutzen aktuell ein Online-Terminbuchungssystem, dabei ist keinerlei Korrelation zwischen dem Alter der Befragten und der Nutzung auszumachen.

131 der Befragten gaben an, dass die Mehrheit der Patient:innen aus der näheren Umgebung der Ordination komme. Dennoch ist der Anteil der Patient:innen, die nicht in Wien wohnhaft sind, relativ hoch. Bei 91 von 162 Befragten stammt mehr als jeder zehnte Patient nicht aus Wien. „Hier ist eine klare Korrelation zwischen der Zahl der Pendler:innen und diesen Angaben zu erkennen“, erklärt Ozren Marković, Landesfinanzreferent der Landeszahnärztekammer für Wien. 

Jobsharing als Zusammenarbeitsform

Jobsharing wird vom Großteil der Befragten als Möglichkeit zur Zusammenarbeit und Arbeitsteilung gesehen. Lediglich bei 29 (von 162) Befragten kam es durch den Jobsharing-Partner:in zur Steigerung der behandelten Patient:innen; selbst in Ordinationen mit zwei Jobsharing-Partner:innen kam es nur bei der Hälfte der Befragten zu einem Anstieg der Behandlungszahlen. 53 aller befragten Zahnärzt:innen mit Kassenvertrag gaben an, einen oder zwei Jobsharing-Partner:innen zu haben, wobei es keine Korrelation zwischen der Größe und dem Behandlungsbedarf des jeweiligen Bezirkes zu geben scheint. Die meisten Jobsharing-Partner:innen arbeiten bei Zahnärzt.innen mit mehr als 15-jähriger Ordinationsinhaberschaft (32 von 53); gefolgt von jenen, die ihre Ordination kürzlich übernommen haben. „Der Wunsch gemeinsam zu arbeiten, wird mit diesen Zahlen neuerlich unterstrichen. Ebenso trägt Jobsharing zur Work-Life-Balance, vor allem vor einer Ordinationsübergabe, bei“, so Marković. 

Zur Umfrage

Die Umfrage wurde vom 01.12. bis 15.12.2025 unter niedergelassenen Zahnärzt:innen mit Kassenvertrag durchgeführt. Insgesamt 187  Zahnärzt:innen aus allen Bezirken und Altersgruppen nahmen teil; 162 (26 Prozent aller Wiener Zahnärzt:innen mit Kassenvertrag) davon haben einen Kassenvertrag. 68 der Befragten arbeiten bis zu 30 Stunden pro Woche, 94 mehr als 30 Stunden und bieten auch Termine nach 18 Uhr sowie an Samstagen an. 

Grafische Darstellung


Anmerkung:

Der Auswertung lagen 162 Angaben zugrunde. Nachdem diese Angaben mehreren räumlichen Kategorien zugeordnet werden konnten, waren Mehrfachnennungen möglich. Die Prozentwerte beziehen sich folglich auf die Anzahl der Aussagen. Demnach stammt der überwiegende Anteil der Wiener Patient:innen mit 80,9 Prozent aus dem eigenen oder benachbarten Bezirk; 19,1 Prozent der Patient:innen aus anderen Bezirken.

Bei Patient:innen, die nicht aus Wien stammen, entfallen 40,1 Prozent (bezogen auf 162 Angaben) auf einen Anteil von unter fünf Prozent; 46,9 Prozent auf einen Anteil zwischen fünf und 15 Prozent und 9,3 Prozent auf einen Anteil von mehr als 15 Prozent. Folglich kommt etwa jede/r zehnte Patient:in in einer Wiener Ordination nicht aus Wien.


Rückfragen:
Dr. Ozren Marković, MPH, MSc
Landesfinanzreferent der Landeszahnärztekammer für Wien
E-Mail: markovic@wr.zahnaerztekammer.at